Missionsfrauenkreis

Den Mfk gibt es seit nahezu 100 Jahren. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die verschiedenen Missionsgesellschaften gegründet wurden, gründeten sich in den Gemeinden Frauenkreise, die neben dem Hören auf Gottes Wort und dem Singen von Liedern aus dem Gesangbuch für die Mission Handarbeiten anfertigten. Diese wurden dann den Missionarsfamilien mitgegeben. Es dürfte sich hauptsächlich um Socken und Strümpfe gehandelt haben. Deshalb sprechen manche Gemeindeglieder auch heute noch etwas abfällig vom "Strickverein". Gestrickt wird schon lange nicht mehr, aber einige Traditionen haben sich bis heute erhalten.

So findet das Treffen bis heute immer von September bis vor Ostern jeden Dienstag von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Im Frühjahr und bis in den Herbst hatten die Frauen nämlich auf ihren Feldern und in den Gemüsegärten zu tun. Ich kenne übrigens in anderen Kirchengemeinden keinen Missionsfrauenkreis, der sich bis in die Gegenwart erhalten hat. Über viele Jahrzehnte wurde der Kreis von den Ehefrauen der Pfarrer geleitet. Pfarrer Huber übernahm den Kreis von Frau Anrich.

Erika Schmid vom Missionsfrauenkreis berichtet:
Damals bat mich Pfr. Huber im Mfk mitzuhelfen. Im Oktober 2001 begann meine Mithilfe, allerdings war Pfr. Huber dann nur noch zwei Dienstage dabei und seither leite und verantworte ich den Mfk alleine. Die Nachmittage laufen in der Regel folgendermaßen ab : Nach einer Andacht oder Besinnung wird vorgelesen . Dazwischen singen wir Lieder aus dem Gesangbuch. Ab und zu wird ein Referent oder eine Referentin eingeladen, die zu einem bestimmten Thema berichten, z.Bsp." Christen in der Diaspora" oder "Geschichte und Leben der Waldenser". Zu Beginn und am Ende der Saison und vor Weihnachten gibt es auch Kaffee und Kuchen und einer unserer Pfarrer besucht uns und spricht zu einem Thema. Im Sommer machen wir auch einen Ausflug. Letztes Jahr waren wir in Stuttgart und hatten eine hervorragende Führung in der Stiftskirche. Den Mfk besuchen im Durchschnitt regelmäßig 30 Frauen im Alter zwischen 65 und nach oben keine Grenze.

Treffpunkt

von September bis vor Ostern:
Dienstag von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr