Zeitzeugengespräch mit Pavel Hoffmann

08. Juli 2019
19:30 - 21:00

Veranstaltungsort
Gemeindehaus Unterhausen


Im nächsten Jahr sind es 75 Jahre, dass der Zweite Weltkrieg endete. Damit konnten die Alliierten auch dem millionenfachen Mord an Juden Einhalt gebieten. Noch leben Menschen,
die den Holocaust überlebt haben. Und die jeden Tag mit diesem Geschehen umgehen müssen, weil sie so viele Angehörige auf so grausame Weise verloren haben und unvorstellbar Schreckliches
erlebt haben in diesen Jahren. Das kann uns nicht gleichgültig lassen – wir können Anteil bekommen an ihrem Erleben und Erschrecken, wenn sie ihre Geschichte erzählen. In wenigen
Jahren wird dies nicht mehr der Fall sein. Deshalb sind wir dankbar, dass einer, der den Holocaust überlebt hat, zu uns nach Unterhausen kommt, um seine Lebensgeschichte zu erzählen. Pavel
Hoffmann. Er wurde 1939 als Kind jüdischer Eltern in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Die deutsche Wehrmacht hatte die Tschechoslowakei zu dem Zeitpunkt bereits seit fünf Tagen besetzt.
Seine Eltern waren Ärzte in Prag. Sein Vater wurde 1942 erschossen, mit dem Rest seiner Familie wurde er 1943 nach Theresienstadt deportiert.
Seine Großeltern, seine Tante und seine Cousine wurden vorher bereits in Auschwitz ermordet. Pavel Hoffmann überlebte das KZ als einziger seiner Familie. Er kam im Februar 1945 mit dem
sogenannten Schweizer Transport zusammen mit 1200 meistens deutschen und tschechischen Juden in die Schweiz. Pavel Hoffmann lebt heute in Reutlingen und lässt Menschen an seiner Geschichte teilhaben und erzählt von seiner Familie, dem Leben im Lager und vom heutigen Antisemitismus.
Er engagiert sich im Verein für Holocaustüberlebende und ist in ganz Europa unterwegs, um von seiner Geschichte zu erzählen.
Wir freuen uns Sie zu einem Abend mit Pavel Hoffmann einladen zu können: 08.07.2019, 19:30
Uhr Gemeindehaus Unterhausen. Der Kirchenchor umrahmt den Abend musikalisch.